Leipziger Werk

Porsche weist Bericht über Verkaufsstopp zurück

Neuwagen von Porsche stehen auf dem Gelände des Porsche Werks in Leipzig. (Archivbild)

Neuwagen von Porsche stehen auf dem Gelände des Porsche Werks in Leipzig. (Archivbild)

Leipzig. Porsche hat einen Bericht über einen angeblichen Verkaufsstopp zurückgewiesen. Davon könne keine Rede sein, sagte ein Porsche-Sprecher gegenüber LVZ.de. „Natürlich produzieren wir weiter. Und es ist auch nicht so, dass wir keine Neuwagen mehr verkaufen.“

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Zugleich bestätigte er aber, dass ab September wohl nicht alle Modelle sofort verfügbar sein werden. Und bis Ende August sei die Produktion so gut wie ausverkauft. Insofern sei noch nicht ganz klar, welche Modelle und Varianten ab September verfüg sein werden. Bestellen könne man aber trotzdem.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte zuvor in ihrer Online-Ausgabe berichtet, dass Porsche keine Bestellungen für Neuwagen mehr annimmt. Hintergrund sind die verschärften Abgasvorschriften, die ab 1. September in Europa gelten. Um die zu erfüllen, müssen dann auch alle Benziner mit einem Partikelfilter ausgerüstet werden.

Online-Konfigurator abgeschaltet

Das Problem dabei: Bisher gibt es noch kein einziges Modell, das die neue Norm erfüllt. Und die Autos ohne Filter, die gegenwärtig gebaut werden, dürfen in Europa nur noch bis Ende August verkauft werden. Wegen der langen Lieferzeiten bei Porsche sind diese Fahrzeuge bis Ende August aber schon ausverkauft. Daher, so schreibt die Zeitung, nehme Porsche in Europe gegenwärtige keine Bestellungen mehr an. Das werde zumindest im Online-Konfigurator der Marke so angezeigt.

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In der Tat sei noch nicht ganz klar, welche Modelle mit welcher Motorisierung ab September angeboten werden können, sagte der Sprecher. „Wir haben die noch nicht komplett verfügbar.“ Denn die Modelle werden nicht alle sofort, sondern nach und nach umgestellt. „Vorübergehend kommt es daher zu einem eingeschränkten Modellangebot.“ Deshalb habe Porsche den Online-Konfigurator im Internet erst einmal abgeschaltet. Bestellen könne man trotzdem – aber nur direkt im Porsche-Zentrum.

Angebot weitgehend ausgereizt

Das Problem bei der Umstellung ist die notwendige Zertifizierung. Denn jedes Modell und jede Variante muss einzeln auf den Prüfstand. Und weil das derzeit alle Modelle sämtlicher Hersteller in Europa betrifft, sind die Prüfstände derzeit überlastet. Wegen der langen Lieferzeiten kommt Porsche das nun offenbar als erster Hersteller zu spüren.

Es gebe aber durchaus noch einige Fahrzeuge, die noch bis Ende August ohne Filter ausgeliefert werden können. „Da sind bei einzelnen Porsche-Zentren noch wenige Fahrzeuge verfügbar“, versicherte der Sprecher. Das Angebot sei aber in der Tat weitgehend ausgereizt.

Auf die Produktion in Leipzig, wo Macan und Panamera vom Band rollen, habe das keinerlei Auswirkungen. In Leipzig läuft sie sogar am Anschlag: Die Produktion liege derzeit an der Obergrenze von 650 Stück pro Tag, hieß es im Werk. Denn derzeit werden hier noch Fahrzeuge ohne Filter gebaut, die bis 31. August ausgeliefert werden sollen. Und zwei Drittel der Produktion gehen ohnehin nach Asien und Amerika – und dort gelten die neuen Abgasregeln nicht. Für diese Märkte laufe die Produktion auch nach dem Stichtag unverändert weiter.

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Von Frank Johannsen

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