Standortwettbewerb

Weltverkehrsforum beruhigt Leipzig: Wir bleiben in Deutschland

Die Fahnen der 59 Mitgliedsländer des Weltverkehrsforums wehen vor dem Messegelände in Leipzig.

Die Fahnen der 59 Mitgliedsländer des Weltverkehrsforums wehen vor dem Messegelände in Leipzig.

Leipzig. Das Weltverkehrsforum hat Befürchtungen zurückgewiesen, das weltgrößte Treffen von Verkehrspolitikern könnte ab 2021 nicht mehr in Leipzig stattfinden, sondern nach Asien wechseln. Das sei nach dem Statut des Forums gar nicht möglich, sagte der Sprecher des Forums, Michael Kloth, am Montag der LVZ. „Ausländische Konkurrenz muss Leipzig nicht fürchten.“ Denn im Statut des Forums heiße es wörtlich: „Der dauerhafte Ort des Treffens des Weltverkehrsforums wird in Deutschland sein.”

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Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hatte am Wochenende im Interview mit der LVZ Befürchtungen geäußert, das Treffen könnte die Messestadt verlassen, wenn der bis 2020 laufende Vertrag endet. Vor allem die südkoreanische Hauptstadt Seoul wurde als heißer Interessent genannt, aber auch Paris.

Nur deutsche Städte können sich bewerben

„Es ist richtig, dass wir verpflichtetet sind, die Durchführung des Verkehrsministergipfels alle drei Jahre neu auszuschreiben“, sagte Sprecher Kloth. Allerdings können sich aufgrund des eigenen Statuts nur Städte aus Deutschland bewerben – also weder Seoul noch Paris. So war es 2007 bei der Gründung des Forums festgeschrieben worden. Und ändern ließe sich das nur durch einen einstimmigen Beschluss aller 59 Mitgliedsstaaten – also nicht gegen den Willen Deutschlands.

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Grund für die Standortwahl war damals nicht zuletzt der damalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), der das Treffen initiiert hatte und vor seiner Ministerzeit Oberbürgermeister von Leipzig war. Im Gegenzug übernimmt Deutschland die Finanzierung des Treffens. Diese Zusage wurde zuletzt im September 2017 vom damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bis 2020 verlängert. 1,2 Millionen Euro sicherte die Bundesregierung dafür zu.

1300 Gäste aus 70 Ländern erwartet

Veranstalter und Besucher hatten sich bisher stets hoch zufrieden mit Leipzig als Ort gezeigt. Einziger Kritikpunkt ist regelmäßig die schlechte Erreichbarkeit der Messestadt für Gäste aus Asien und Amerika. Am Mittwoch startet die zwölfte Ausgabe des dreitägigen Treffens. 1300 Gäste aus mehr als 70 Ländern werden erwartet, darunter 41 Minister und Vizeminister.

Von Frank Johannsen

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