Kolumne „Börsenwoche“

Trotz Krise: Für die Börse war der Oktober ein guter Monat

Der Dax hatte einen guten Monat.

Der Dax hatte einen guten Monat.

Für die Börse war es ein guter Monat. Als der Oktober begann, stand der Dax knapp unter 12.000 Punkten. Jetzt sind es 13.000, und auch wenn der Freitag zu den schlechteren Tagen gehörte, sind rund 8 Prozent Monatsgewinn ja mal ein Wort. Die Bilanz des Jahres wird das aber nicht retten, schließlich hat es mit knapp über 16.000 Punkten begonnen. Die jüngste Erholung reicht gerade, um zum Stand von Mitte September zurückzukehren.

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So passt die Stimmung gar nicht zur steilen Dax-Kurve. Normalerweise würde jetzt alle Welt über eine bevorstehende Jahresendrallye fabulieren, aber niemand traut sich so recht. Nach wie vor ist von einer Bärenrallye die Rede, der vorübergehenden Erholung im Abwärtstrend. Denn die große Mehrheit ist überzeugt, dass es an der Börse noch einmal schlechter werden muss, bevor es nachhaltig besser werden kann.

Aufwärtstrend vor allem dank zwei Faktoren

Der Aufwärtstrend der vergangenen zwei Wochen ist vor allem zwei Faktoren zu verdanken. Da sind einerseits die Zwischenberichte der Unternehmen, die zwar nicht glänzend, aber auch nicht miserabel und hier und da – ja: Deutsche Bank – sogar überraschend gut ausfielen. Der andere Punkt sind die Zinsen: Viele Expertinnen und Experten glauben, dass die Notenbanken schon früh im nächsten Jahr wieder von der Bremse gehen und auf weitere Erhöhungen verzichten könnten.

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Das wäre eigentlich positiv für den Aktienmarkt – würde in der guten Nachricht nicht die schlechte stecken: Die Notenbanken können mit den Zinserhöhungen umso früher aufhören, je steiler es mit der Konjunktur bergab geht. Denn wenn die Nachfrage schwächelt, drückt das die Inflation – und es muss geldpolitisch weniger getan werden.

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Damit sind wir leider wieder beim R-Wort: Rezession. Es sieht so aus, als müsse sie überstanden werden, bevor das Bild an den Finanzmärkten aufklart. Erst einmal werden auf den goldenen Oktober wohl ein nebliger November und ein kalter Winter folgen.

Stefan Winter ist leitender Wirtschaftsredakteur des RND. Er schreibt an dieser Stelle wöchentlich über Börse, Finanzmarkt, Aufstieg und Fall der Kurse – und die Unternehmen dahinter.

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