Umwelthilfe fordert Pflicht-Rückruf für neuere Diesel

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, forderte am Montag einen Rückruf aller neueren Diesel.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, forderte am Montag einen Rückruf aller neueren Diesel.

Berlin. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert einen verpflichtenden Rückruf und Nachrüstungen für alle Diesel der Abgas-Normen Euro 5 und Euro 6. Diese Fahrzeuge müssten alle so am Motor nachgerüstet werden, dass sie den Grenzwert von 80 Milligramm Stickoxid-Ausstoß pro Kilometer bis minus 15 Grad Außentemperatur einhielten, sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch am Montag in Berlin.

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Die Kosten lägen Resch zufolge im Schnitt bei 1500 Euro pro Auto, damit kämen auf die gesamte Branche insgesamt Kosten von etwa 13,5 Milliarden Euro zu. „Davon wird niemand überfordert.“ Resch beruft sich für die Kostenschätzung auf einen Versuch mit einen VW-Passat der Klasse Euro 5.

Die bisher geplanten „Updates“ der Motor-Software hält Resch für nicht ausreichend und zudem in der geplanten Form für nicht rechtens. Den Nachbesserungen solle kein Genehmigungsverfahren vorausgehen, sondern nur im Nachhinein geprüft werden. Dagegen wolle die DUH mit allen rechtlichen Möglichkeiten vorgehen.

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Diesel-Verbote in Stuttgart immer wahrscheinlicher

Massive Kritik übte Resch auch an der von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil ins Gespräch gebrachten "Klimaprämie". Weil hat einen Fünf-Punkte-Plan zur künftigen Automobilpolitik in Deutschland erarbeitet. Unter anderen setzte sich der SPD-Politiker eine neuartige Klimaprämie für den Kauf emissionsarmer Autos ein.

Der für Umwelt- und Verbraucherschutz engagierte Verein hatte sich vor dem Stuttgarter Verwaltungsgericht vergangene Woche mit der Einschätzung durchgesetzt, dass Fahrverbote für Diesel rechtens wären, wo die Grenzwerte für gesundheitsschädliche Stickoxide überschritten werden.

Von RND/dpa/are

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