US-Behörde gibt grünes Licht für Monsanto-Fusion

Bayer wartet noch auf das Ja aus Brüssel.

Bayer wartet noch auf das Ja aus Brüssel.

Leverkusen. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat nach eigenen Angaben eine weitere Hürde bei der geplanten Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto genommen. Der Ausschuss zur Überprüfung ausländischer Investitionen in den USA unter dem Aspekt möglicher nationaler Sicherheitsbedenken (CFIUS) habe keine Probleme mit dem Milliardengeschäft, teilte Bayer am Freitag in Leverkusen mit.

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Der CFIUS war bis vor einiger Zeit in Deutschland weitgehend unbekannt, hatte aber zuletzt zwei Übernahmen deutscher Unternehmen (Aixtron, Biotest) durch chinesische Konzerne verhindert, weil diese auch in den USA aktiv sind. Doch bei Bayer gibt es nach Darstellung des Unternehmens keine ungelösten nationalen Sicherheitsbedenken.

EU befürchtet negative Auswirkungen auf dem Saatgutmarkt

Die mit 66 Milliarden Dollar bewertete Transaktion wollen die beiden Unternehmen Anfang 2018 abschließen. Auf Bedenken stößt dies bei einigen Wettbewerbsbehörden. Bezüglich kartellrechtlicher Fragen hat die dafür zuständige EU-Kommission allerdings ernsthafte Bedenken gegen die Übernahme angemeldet. Das Risiko, dass sich die Fusion auf den Pestizid- und Saatgutmarkt negativ auswirkt, überprüft Brüssel weiterhin. Die EU-Kartellwächter hatten aus diesem Grund die Prüfung bis zum 22. Januar 2018 verlängert. Um die Wettbewerbsbehörde milde zu stimmen, hatte Bayer zuletzt angekündigt, sich von einem Teil seiner Landwirtschaftssparte zu trennen und diese an den nationalen Wettbewerber BASF zu verkaufen.

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Sollte die Übernahme klappen, wäre sie die bisher größte durch einen deutschen Konzern im Ausland. Nach dem möglichen Zusammenschluss wäre Bayer der weltgrößte Agrarchemie-Konzern.

Von RND/dpa

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