Verdi will Druck auf Amazon erhöhen

Streikende Amazon-Beschäftigte (Symbolbild).

Streikende Amazon-Beschäftigte (Symbolbild).

Berlin. „Dem Versandhändler wurde deutlich gemacht, dass Verdi und ihre Mitglieder nicht so einfach mit fadenscheinigen Begründungen vom Hof gejagt werden können. Das ist ein großer Erfolg“, sagte das für den Handel zuständige Vorstandsmitglied der Gewerkschaft, Stefanie Nutzenberger. Der Konzern solle sich endlich an den Verhandlungstisch bewegen, „statt die Gewerkschaft als Gegner anzusehen und mit allen Mitteln zu bekämpfen“.

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Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hatte Mitte der Woche Arbeitskampfmaßnahmen auf dem Betriebsgelände des Arbeitgebers nicht grundsätzlich untersagt. Es hob damit eine anderslautende Entscheidung des Arbeitsgerichts Berlin auf.

Unterlassungsklage abgewiesen

Verdi will mit einem Arbeitskampf gegen Amazon Pforzheim erreichen, dass das Unternehmen die Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels in Baden-Württemberg einhält. Die Gewerkschaft plant, Streikposten auf dem nicht eingefriedeten und zum Betriebsgelände gehörenden gepachteten Parkplatz des Unternehmens aufzustellen. Das Landesarbeitsgericht hat eine entsprechende Unterlassungsklage von Amazon abgewiesen.

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Nutzenberger sagte: „Das Gerichtsurteil stärkt das Recht der Gewerkschaft auf Streikmaßnahmen. Dieses Grundrecht ist mit dieser Entscheidung höher zu bewerten als das Besitzrecht von Amazon.“ Die Amazon-Beschäftigten seien zunehmend entschlossen, mit Streiks für einen Tarifvertrag einzutreten, der angemessenen Lohn und gute Arbeitsbedingungen verbindlich regle.

Von dpa/RND

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