Dem Ziel ganz nah

„Artemis 1″-Mission erfolgreich: Drei Testdummys umrunden den Mond

Blick von der Orion-Raumsonde zur Erde

Blick von der Orion-Raumsonde zur Erde

Die unbemannte Mondexpedition der Nasa hat ein Etappenziel erreicht: Rund eine Woche nach dem Start ist die „Orion“-Kapsel der Nasa-Mondmission „Artemis 1″ ihrem Ziel erstmals ganz nah gekommen. An diesem Montag erreichte sie den Mond und umrundete dessen Rückseite. Dabei kam sie dem Erdtrabanten bis auf 128 Kilometer nahe. Näher werde sie dem Mond während ihres restlichen Flugs nicht mehr kommen. „Die Mission verläuft weiter so wie geplant“, sagte Nasa-Manager Mike Sarafin wenige Stunden später bei einer Pressekonferenz.

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Weil es von der Rückseite des Mondes keine Kommunikationsverbindung zur Erde gibt, wussten die Expertinnen und Experten der US-Raumfahrtbehörde im Kontrollzentrum in Houston etwa eine halbe Stunde lang nicht, ob die entscheidende Zündung des Triebwerks funktioniert hatte.

Es war die erste Annäherung einer Kapsel an den Mond seit dem Ende des Apollo-Programms der Nasa vor 50 Jahren. Sie stellte einen wichtigen Meilenstein des am vergangenen Mittwoch gestarteten Testflugs dar. „Orion“, bestückt mit drei Testdummys, soll in eine große Umlaufbahn um den Erdtrabanten steuern und im Dezember mit einer Landung im Pazifik auf die Erde zurückkehren. Die Dummys sollen dabei Daten für den nächsten Schritt sammeln, den Flug von Menschen zum Mond.

Nasa-Mondmission „Artemis 1“ gestartet

Nach monatelangen Verschiebungen ist die krisengeplagte Nasa-Mondmission „Artemis 1“ am Mittwoch zu einem ersten Teststart aufgebrochen.

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Artemis-Mission der Nasa: Eine Woche in Mondumlaufbahn

„Das ist einer der Tage, über die man lange, lange Zeit nachgedacht und gesprochen hat“, sagte Flugdirektor Zeb Scoville während des Wartens auf die Wiederherstellung des Funkkontakts. Als die Kapsel wieder auftauchte, sandten die Bordkameras ein Foto der Erde – ein blauer Punkt, umgeben von Finsternis.

Die Mondumrundung war nötig, damit „Orion“ genug Schwung erhält, um in die Mondumlaufbahn einzutreten. Läuft alles nach Plan, wird eine weitere Zündung eines Triebwerks die Kapsel am Freitag in die Umlaufbahn bringen. Dort soll sie knapp eine Woche bleiben. Die Mission wurde von der Nasa „Artemis“ getauft, nach der Zwillingsschwester der griechischen Gottheit Apollo.

Viele Male verschoben

Die „Artemis 1″-Mission war nach monatelangen Verschiebungen Anfang vergangener Woche zu einem ersten Teststart aufgebrochen. Mit der Rakete „Space Launch System“ startete die „Orion“-Kapsel vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida.

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Die Mission stand bislang unter keinem guten Stern: Nach Verzögerungen und Kostenexplosionen bei Entwicklung und Bau hatte der Teststart mehrere Male verschoben werden müssen. Mit dem nach der griechischen Göttin des Mondes benannten Programm „Artemis“ sollen eigentlich schon in den kommenden Jahren wieder US-Astronautinnen und -Astronauten auf dem Mond landen, erstmals auch eine Frau und eine nicht-weiße Person.

RND/AP/dpa

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