Das Hirn als Geschlechtsorgan

Wie sich das gefühlte Alter auf unser Sexleben auswirkt

Eine Studie fand heraus, dass nicht nur das tatsächliche Alter einen Einfluss auf das Sexualleben hat, sondern auch das gefühlte.

Eine Studie fand heraus, dass nicht nur das tatsächliche Alter einen Einfluss auf das Sexualleben hat, sondern auch das gefühlte.

„Ist es eigentlich normal, wie häufig ich Sex habe?”, fragen sich wahrscheinlich viele Paare und Singles irgendwann einmal. Diese Neugier und der Wunsch, sich zu vergleichen, liegen in der Natur des Menschen. Eine einfache Antwort auf die Frage scheint es jedoch nicht zu geben, hängt die Häufigkeit doch von vielen Faktoren wie Gesundheit, Beziehungsstatus und sexuellem Verlangen ab. Eine vom Kinsey Institute durchgeführte Befragung liefert Statistiken zur Frage, wie häufig Männer und Frauen Sex haben – und was das subjektive Alter damit zu tun hat.

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Das subjektive Alter beeinflusst die Qualität des Sexlebens

Obwohl sich bereits viele Studien mit der Entwicklung der Sexualität im Alter befasst haben, konzentrieren sie sich überwiegend auf die Auswirkungen der körperlichen Alterungsprozesse auf das Sexualleben. Doch auch das subjektive, gefühlte Alter entscheidet darüber, wie zufrieden Menschen mit ihrem Sexleben sind – so das Ergebnis einer neuen Studie der University of Waterloo.

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Für die im Fachblatt „Journal of Sex Research” veröffentlichte Studie werteten die Forscher Daten von 1170 amerikanischen Erwachsenen ab 40 Jahren aus. Die Teilnehmer wurden im Abstand von zehn Jahren zu ihrer sexuellen Zufriedenheit und Aktivität befragt. Das überraschende Ergebnis war, dass die sexuelle Zufriedenheit und das generelle Interesse an Sex nicht nur mit dem Alter abnahmen, sondern viel stärker vom gefühlten Alter der Personen beeinflusst wurden.

Die wichtigsten Faktoren: Lebensstil und Gesundheit

„Diejenigen, die sich älter fühlen und eine negativere Einstellung zum Altern haben, werden wahrscheinlich die stärksten Rückgänge in der Qualität ihres Sexuallebens wahrnehmen”, so Sexualforscher Dr. Justin Lehmiller. „Je jünger sich die Menschen fühlen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie mit zunehmendem Alter eine hohe sexuelle Zufriedenheit aufrechterhalten – oder zumindest weniger Veränderung wahrnehmen.”

Zusätzlich zu möglichen Faktoren wie familiären Verpflichtungen oder Alltagsstress spielen auch die körperlichen Veränderungen eine Rolle. Da sich mit zunehmendem Alter oft immer mehr körperliche Defizite entwickeln und besonders chronische Krankheiten zunehmen können, wirken sich diese Veränderungen laut Lehmiller wiederum negativ auf die Quantität und Qualität der sexuellen Aktivitäten aus.

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Die unter 30-Jährigen sind sexuell am aktivsten

Eine Antwort auf die Frage, wie viel Sex jeder Mensch denn nun im Durchschnitt hat, liefert das 2010 vom Kinsey Institute durchgeführte „National Survey of Sexual Health and Behavior”. Maßgeblich dafür ist das Alter der Personen. Denn die Forscher fanden heraus, dass die 18- bis 29-Jährigen mit durchschnittlich zweimal pro Woche oder 112-mal pro Jahr am häufigsten Sex haben.

Die Gruppe der 30- bis 39-Jährigen fällt dahinter bereits leicht zurück. Sie haben durchschnittlich 86-mal im Jahr Sex, was umgerechnet etwa 1,6-mal pro Woche entspricht. Deutlich weniger aktiv geht es in der nächsten Altersgruppe zu: Die Personen im Alter von 40 bis 49 Jahren haben mit 69-mal pro Jahr nur etwa halb so oft Sex wie die jüngsten Probanden.

Dabei darf selbstverständlich nicht vergessen werden, dass Menschen, die häufiger Sex haben, nicht automatisch glücklicher sind. Es gibt sogar einige Studien mit verheirateten Paaren, die das Gegenteil beweisen. Und die Studie der University of Waterloo zeigt auch, was unser größtes Geschlechtsorgan ist – nämlich das Gehirn.

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