Zuletzt sahen ihn noch die Neandertaler

Komet C/2022 E3: wann Sie ihn im Januar mit bloßem Auge beobachten können

Der Komet C/2022 E3 nähert sich der Erde.

Der Komet C/2022 E3 nähert sich der Erde.

Vor 50.000 Jahren flog der Komet C/2022 E3 zuletzt an der Erde vorbei. Also zu einer Zeit, als neben den Homo sapiens auch noch Neandertaler auf der Erde umherzogen auf der Suche nach Essen und Orten zum Leben. Ob ihnen damals der Komet am Himmel aufgefallen ist? Nun erhält die Menschheit in jedem Fall eine weitere Chance: In wenigen Tagen wird C/2022 E3 erneut am Firmament zu sehen sein – und das vielleicht sogar mit bloßem Auge.

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Erst für einen Asteroiden gehalten

Erstmals entdeckt hatten Astronominnen und Astronomen den Kometen am 2. März 2022. Als sie ihn mithilfe des Teleskops der Zwicky Transient Facility in Kalifornien ausfindig machten, dachten sie zunächst, dass es sich um einen Asteroiden handelt. Denn es fehlte der Schweif, den Kometen entwickeln, wenn sie der Sonne zu nahe kommen. Diesen sichteten die Forschenden erst später und stellten fest, dass es sich um einen langperiodischen Kometen handelt, der rund 50.000 Jahre braucht, um die Sonne zu umrunden.

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Zum Zeitpunkt seiner Entdeckung hatte C/2022 E3 gerade die Bahn des Jupiters passiert und war etwa 640 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Inzwischen hat sich der Komet so weit genähert, dass er mit kleineren Teleskopen zu erkennen ist. Besonders auffällig ist sein grünlich leuchtender Kopf. Auch der Schweif ist schon sichtbar.

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Mitte Januar beginnt die beste Sichtbarkeit

Im Laufe des Januars wird sich C/2022 E3 durch mehrere Sternbilder bewegen – angefangen bei der Nördlichen Krone über den Drachen, den Kleinen Bären bis hin zum Stier. Dabei nimmt seine Helligkeit stetig zu, bis er am 12. Januar den sonnennächsten Punkt seiner Flugbahn passiert. Zunächst ist der Komet am Morgenhimmel sichtbar, wird dann aber nahe dem Polarstern die gesamte Nacht über hoch am Himmel stehen.

Am besten zu sehen sei er nach Mitte Januar, wenn der Neumond den Himmel weniger aufhelle, schreibt das Haus der Astronomie auf seiner Internetseite. Optimal seien die Tage kurz vor Ende Januar, wenn C/2022 E3 fast seine maximale Helligkeit erreicht. Danach störe das Mondlicht die Beobachtung. Ein weiteres Fenster gebe es dann noch mal in der zweiten Februarwoche.

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Am 1. Februar, wenn der Komet am erdnächsten Punkt ist, fliegt er in nur 42 Millionen Kilometer Entfernung an uns vorbei. „Kometen sind bekanntermaßen unberechenbar“, merkte das Jet Propulsion Laboratory am California Institut of Technology Ende Dezember vergangenen Jahres an, „aber wenn dieser Komet seinen derzeitigen Helligkeitstrend fortsetzt, ist er mit einem Fernglas leicht auszumachen, und es ist gut möglich, dass er bei dunklem Himmel auch mit bloßem Auge sichtbar wird.“

C/2022 E3 am Firmament dann zu entdecken ist jedoch nicht leicht. Die Vereinigung der Sternfreunde bietet deshalb auf ihrer Internetseite entsprechende Aufsuchkarten für den Kometen an. Mitte Februar verschwindet er schließlich aus dem Sichtfeld. Mit einem kleinen Teleskop lässt sich aber noch eine spannende Begegnung beobachten: Am 10. und 11. Februar wird C/2022 E3 dicht am Mars vorbeiziehen, ehe er Anfang März dann wieder in den Tiefen des Weltall verschwindet.

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