Raketenschrott: ISS muss in niedrigeren Orbit ausweichen

Die Internationale Raumstation ISS wird immer öfter durch Weltraumschrott in der Erdumlaufbahn gefährdet.

Cape Canaveral. Die Internationale Raumstation ISS muss wegen einer Gefährdung durch Weltraumschrott ihre Position ändern. Die ISS werde am Freitag auf eine etwas niedrigere Erdumlaufbahn abgesenkt, um einem Teil einer alten US-Rakete auszuweichen, teilte die Bodenkontrolle der Nasa am Donnerstag der Besatzung mit. Unmittelbar zuvor hatten zwei der Raumfahrenden bei einem Außenbordeinsatz eine defekte Antenne an der ISS ersetzt.

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Tausende Teile durch Russlands zerstörten Satelliten im All

Ursprünglich hätten der US-Astronaut Tom Marshburn und die US-Astronautin Kayla Barron die Antenne bereits am Dienstag tauschen sollen, aber auch da gab es schon eine Warnung wegen potenziell bedrohlichen Weltraummülls. Unklar war, ob diese Trümmerteile möglicherweise von einem alten Satelliten kamen, den Russland am 15. November bei einem Waffentest zerstört hatte.

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Die US-Regierung kritisierte, dass Russland damit unnötigerweise Trümmerteile im All verstreut habe. Mehr als 1700 Teile des zerstörten Satelliten werden nachverfolgt, Zehntausende bis Hunderttausende weitere Teile sind dafür zu klein.

Trümmereinschläge auf defekter Antenne

Die Astronautin Barron berichtete von mindestens elf kleinen Trümmereinschlägen auf der ausgefallenen Antenne, die bei dem Einsatz entfernt wurde. Einige der Löcher sahen demnach jedoch alt aus. Die Antenne, die im September den Dienst versagte, war mehr als 20 Jahre im Einsatz.

Der 61-jährige Marshburn ist seit dem Einsatz vom Donnerstag der älteste Astronaut, der jemals einen Außenbordeinsatz durchführte. Es war der vierte Einsatz dieser Art in seiner Karriere. Für die 34-jährige Barron war es der erste Raumspaziergang.

RND/AP

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