Studie: Rauchen kann Männern bei der Karriere helfen

Ein Mann bietet dem anderen eine Zigarette an.

Wenn ein Mann einen Vorgesetzten hat, der raucht, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass er nach einem Jahr befördert wird.

Sie sind weiblich und Nichtraucher? Einer Studie der Ökonomen Zoë Cullen und Ricardo Perez-Truglia vom Dezember 2019 zufolge haben Sie damit schlechtere Chancen auf eine Beförderung als die männlichen, rauchenden Kollegen – nämlich gerade dann, wenn der männliche Vorgesetzte auch raucht.

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Raucher werden schneller befördert

Cullen und Perez-Truglia haben sich mit der Geschlechterkluft auf dem Arbeitsmarkt beschäftigt und der Frage, ob Männer schneller befördert würden, wenn sie einen männlichen Vorgesetzten haben. Und tatsächlich bestätigen die Ergebnisse der Studie nicht nur die Vermutung, dass Männer bei männlichen Chefs bessere Aufstiegschancen haben. Sie zeigen sogar, dass rauchende Männer, die durch die kleinen Pausen während des gemeinsamen Qualmens mehr Zeit mit dem Vorgesetzten verbrachten, im folgenden Jahr schneller befördert wurden, als es bei einem weiblichen Vorgesetzten der Fall gewesen wäre.

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Effekt entwickelt sich nur bei Männern

Und nicht nur das: Die Studie zeigt ebenfalls, dass es bei Frauen unerheblich ist, ob sie rauchen oder nicht oder welches Geschlecht der Vorgesetzte hat. Der entdeckte Effekt entwickelt sich nur bei männlichen Mitarbeitern und männlichen Vorgesetzten, die eng zusammenarbeiten – und wird noch verstärkt, wenn beide rauchen.

Was also tun, wenn man immer wieder neidisch auf die plaudernden Kollegen und Vorgesetzten im Raucherhäuschen blickt? Auf keinen Fall anfangen zu rauchen, denn: auch ohne Zigarette haben Männer der Studie nach bessere Chancen auf eine Beförderung, wenn der Chef ein Mann ist.

Zoë Cullen und Ricardo Perez-Truglia ziehen aus ihrer Studie übrigens den Schluss, dass es für faire Beförderungen besser wäre, wenn etwa mehrere Vorgesetzte in den Prozess einbezogen würden.

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