Umfrage zeigt: Der Klimawandel macht vielen jungen Menschen Angst

Schüler demonstrieren für einen besseren Klimaschutz – junge Menschen haben laut einer Studie mehrheitlich negative Gedanken zum Klimawandel.

Schüler demonstrieren für einen besseren Klimaschutz – junge Menschen haben laut einer Studie mehrheitlich negative Gedanken zum Klimawandel.

Viele junge Menschen macht der Klimawandel Sorgen. Laut einer Umfrage der University of Bath beeinflusst das auch ihren Alltag negativ. Die Forschenden hatten 10.000 Menschen zwischen 16 und 25 Jahren aus zehn verschiedenen Ländern zu ihren Gefühlen über den Klimawandel befragt. Dabei wollten sie auch wissen, ob sie bei einer Diskussion oder einem Gespräch über den Klimawandel ignoriert oder abgewiesen wurden. Außerdem wurde gefragt, wie die jeweiligen Regierungen aus ihrer Sicht mit dem Thema umgehen.

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Mehrheit fühlt sich von der Regierung verraten

Aus der Umfrage, die am 14. September als Preprint im Fachmagazin „Lancet“ veröffentlicht wurde, geht hervor, dass etwa 60 Prozent der Befragten „sehr“ oder sogar „extrem besorgt“ über den Klimawandel sind. Außerdem gaben viele an, negative Gefühle wegen des Klimawandels zu haben, am häufigsten wurde angegeben, dass die jungen Menschen sich „traurig“, „ängstlich“, „wütend“ und „machtlos“ fühlen. Etwa 45 Prozent der Befragten sagten, dass sich diese Gefühle negativ auf ihren Alltag auswirkten.

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Von den Befragten, die angaben, sich mit anderen Menschen über den Klimawandel unterhalten zu haben (etwa 81 Prozent), sagte rund die Hälfte, dass sie es erlebt habe, von ihrem Gegenüber ignoriert oder abgewiesen zu werden. Auch ihre jeweiligen Regierungen bewerteten die Befragten in dieser Hinsicht negativ: „In allen Ländern berichteten die Teilnehmer über ein größeres Gefühl des Verrats als der Beruhigung“, so die Forschenden.

Klimaangst als Folge von Regierungsversagen?

Die Forschenden schließen aus ihren Ergebnissen, dass diese „sich unweigerlich auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendliche auswirken“. Klimaangst müsse keine psychischen Krankheiten herbeiführen, allerdings könnten sie dazu führen, dass sich psychische Gesundheitsprobleme verschlimmern. „Die Klimaangst von Kindern und Jugendlichen sollte nicht nur als Folge einer Umweltkatastrophe betrachtet werden, sondern auch als Folge des Versagens der mächtigeren ‚Anderen‘ (Erwachsene und Regierungen) bei der Bewältigung der Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind“, schreiben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Forschende hätten sich weniger drastische Ergebnisse gewünscht

Insgesamt waren die Forschenden überrascht von den Antworten auf ihre Umfrage. Sie schreiben: „Forschende hoffen zwar auf „signifikante“ Ergebnisse, aber wir wünschten uns, dass diese Ergebnisse nicht ganz so verheerend gewesen wären“. Sie zitieren gegen Ende ihres Textes einen der Teilnehmenden: „Ich möchte nicht sterben. Ich möchte aber auch nicht in einer Welt leben, die sich nicht für Kinder und Tiere interessiert.“

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RND/mkr

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