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Tierrettung

Warum sich Katzen nicht mehr vom Baum trauen

Katzen können gut klettern und bewegen sich mühelos durch ihr Revier. Beim Klettern in Bäumen kommt es jedoch immer wieder vor, dass die Tiere nicht wieder herunterkommen.

Das klägliche Miauen wird lauter und lauter. Es kommt aus der Baumkrone. Was macht die Katze dort oben auf dem Ast?

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„Das kann unterschiedliche Gründe haben“, weiß Katzenpsychologin Kerstin Höfkes aus Berlin. „Zum einen ist es ganz typisch für diese Tiere, dass sie auf Bäume klettern – sie suchen einen erhöhten Platz, um ihre Umwelt besser erkunden und beobachten zu können. Katzen sitzen auch gern auf Mauern oder Dächern.“ Und das zu jeder Jahreszeit: „Im Frühling fällt das den Leuten nur häufiger auf, weil viele nun selbst wieder häufiger nach draußen gehen.“

Sicherheit und Abenteuerlust

Ein weiterer Grund für einen Ausflug in die Höhe könnte sein, dass sich Katzen in Sicherheit bringen wollen – zum Beispiel vor Hunden, von denen sie sich bedroht fühlen, sagt Höfkes. „Nicht zuletzt spielt auch die Abenteuerlust eine Rolle – vor allem unkastrierte Kater können recht umtriebig sein.“

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Mit dem Jagdtrieb habe das allerdings nichts zu tun: „Katzen klettern nicht auf Bäume, um Nester auszurauben“, stellt die Expertin klar.

Flink und geschickt schaffen es die Katzen in der Regel bis in die Baumkrone. Doch beim Weg nach unten haben einige Probleme. Verschätzen sich die Tiere? „Es kann vorkommen, dass der Ast, auf dem die Katze klettert, durch ihr Gewicht oder durch den Wind, für das Tier plötzlich sehr wackelig wird. Es fühlt sich dann unsicher und traut sich nicht zurück“, sagt Höfkes.

„Außerdem müssen sie den Baumstamm rückwärts nach unten klettern.“ Ein Grund dafür sind die Krallen: Denn die geben durch ihre Krümmung nur bei der Bewegung nach oben den entsprechenden Halt. Und dann sitzen vor allem unerfahrene oder junge Abenteurer plötzlich fest.

Ruhe bewahren, beobachten

Doch wie verhält man sich richtig, wenn man eine Katze hoch oben in Not entdeckt? „Ich würde das Tier zuerst eine Weile beobachten und versuchen herauszufinden, ob es wirklich ein Problem hat. Und wenn ja, ob es das vielleicht alleine lösen kann“, rät Katzenexpertin Höfkes.

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Die meisten würden es am Ende allein schaffen, wieder vom Baum zu kommen. „Scheint das Tier in einer Notlage zu sein, würde ich zunächst in der benachbarten Wohnanlage nachfragen, wem es gehört.“ Auf keinen Fall aber sollte man die Katze erschrecken oder bedrängen. Das führe oft nur dazu, dass sie noch weiter in den Baum hinaufklettert.

Im Notfall sollte die Feuerwehr oder der Tiernotrettungsdienst gerufen werden. Die Rechnung für den Einsatz zahlt in der Regel der Halter beziehungsweise die Halterin.

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