Bornaer Förderschüler erleben Ferien auf Reiterhof Schönau
Borna. Das Glück dieser Erde liegt bekanntlich auf dem Rücken der Pferde. Und um genau das nachvollziehen zu können, haben sich Kinder der Lernförderschule aus Borna kürzlich auf den Weg nach Schönau gemacht. Die Idee, einen Tag mit Pferden zu verbringen, hatte Erzieherin Manuela Bauch, die während der Hortzeit mit ihren Schützlingen den Hof besuchte.
Auf dem Reiterhof wartete bereits „Lord Byron“ – für Kenner und Freunde des gutmütigen Riesen auch „Barry“. Doch sofort losreiten geht natürlich nicht, zunächst einmal musste das Pferd von der Koppel geholt, anschließend geputzt werden. „Und auch Streicheleinheiten gehören am Anfang mit dazu“, sagte Michael Ruckaberle vom Reiterhof. „Die kleinen Pferdefans genießen es sichtlich, das weiche Fell zu streicheln und Berry zu striegeln“, machte Bauch deutlich.
Reiten selbst kostete zunächst etwas Überwindung
Doch das Reiten selbst kostete zunächst etwas Überwindung, allerdings ist Barry ein „absolutes Verlasspony, ideal für Anfänger und Kinder“, betonte Ruckaberle. Auch Erzieherin Manuela Bauch blieb an der Seite der Kinder und motivierte, so dass letztlich alle Kinder mehrere Reitrunden absolvierten – und sichtlich glücklich von oben herab auf die Zuschauer guckten.
„Das Reiten bewirkt einiges bei den Kindern“, sagte sie, zum einen müssten sie sich konzentrieren, zum anderen ruhig bleiben. „Denn sonst reißt das Pferd aus“, erklärte der Hofinhaber seinen jungen Besuchern. Ruckaberle freut sich sehr über Stippvisiten von Kindergruppen. „Es tut Kindern unglaublich gut, wenn sie sich mit Tieren und nicht mit Computern beschäftigen.“
Erkundungstouren über den Hof in Schönau
Die Wartezeit überbrückten die Schüler mit Fußball oder mit Erkundungstouren über den Hof. Hier gibt es unzählige Tiere zu entdecken und ungewöhnliche Gerätschaften und Behausungen: Ziegen, Heuwender und Tipis. Nebenbei gab es auch gleich etwas Unterricht, kaum bemerkt von den Ferienkindern. Thema war unter anderem, wo Milch und Eier herkommen. „Das ist total schön hier, mir hat der Tag richtig gefallen“, sagte Celina, nachdem sie von Barry absteigen musste.
Allerdings ist es mit dem Ausflug zum Reiterhof für die Kinder bei weitem nicht getan. Manuela Bauch und ihre Kollegen von der Ganztagsbetreuung, die seit Anfang des Jahres zur Diakonie gehört, haben noch weitere Ferienhöhepunkte auf der Agenda. So geht es in den kommenden Wochen ins Geithainer Museum und in die unterirdischen Gänge der Stadt. Außerdem muss an einem anderen Tag ein Fahrrad-Parcours bewältigt werden.
Von Julia Tonne
LVZ