Geisterfahrt auf der A72: Rentner erst nach sechs Kilometern gestoppt
Leipzig/Chemnitz. Nach kilometerlanger Fahrt in die falsche Richtung ist am Freitagabend ein 84-jähriger Geisterfahrer auf der Autobahn 72 zwischen Chemnitz und Leipzig gestoppt worden. Der Mann war nach Angaben der Polizei gegen 22.30 Uhr an der Anschlussstelle Niederfrohna falsch aufgefahren. Er schaffte es, mit seinem VW Polo etwa 6,5 km in Richtung Chemnitz völlig unbeschadet zurückzulegen, bis eine Polizeistreife ihn auf der linken Fahrspur stoppte.
Die Geisterfahrt endete kurz nach der Anschlussstelle Chemnitz-Röhrsdorf, wie die Beamten am Samstag mitteilten. Die Polizei nahm dem orientierungslosen Rentner seinen Führerschein ab. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet.
Auto überschlägt sich nach Reifenplatzer
Zu einem schweren Unfall war es bereits am Nachmittag auf der A72 weiter nördlich gekommen. Ein 35-Jähriger verlor kurz vor 16 Uhr nahe der Anschlussstelle Geithain in Richtung Leipzig die Kontrolle über sein Auto, nachdem der hintere rechte Reifen geplatzt war. Der Renault krachte in die Mittelleitplanke und überschlug sich anschließend.
Der Fahrer wurde schwer verletzt. An seinem Fahrzeug entstand ein Schaden in Höhe von rund 4000 Euro.
Von nöß
LVZ