Gericht nimmt notorischem Raser seinen 150.000 Euro teuren Ferrari weg
Hannover. Einem notorischen Raser ist am Mittwoch der Prozess am Amtsgericht Hannover gemacht worden. Der 45 Jahre alte Mann war zum wiederholten Male zu schnell in seinem Ferrari unterwegs – und das auch noch ohne Führerschein.
Wie die „Neue Presse“ (NP) am Mittwoch berichtet, wurde er deshalb zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt, die Haftstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Doch das ist wohl nicht die schlimmste Strafe für den geschwindigkeitsliebenden Geschäftsmann.
Angeklagter ist kein unbeschriebenes Blatt
„Mit Geldstrafen kann man nicht auf Sie einwirken. Deshalb gibt es die Freiheitsstrafe“, erklärte der zuständige Richter am Mittwoch laut „NP“ sein Urteil. Und damit nicht genug: Denn der mehr als 150.000 Euro teure Ferrari des Mannes wurde eingezogen. „Das ist verhältnismäßig. Denn das Auto ist ein reiner Luxusgegenstand“, so der Richter. Die Wegnahme des Wagens sei nicht existenzgefährdend für den Angeklagten.
Laut Staatsanwaltschaft Hannover kann der Sportwagen jetzt bei der Polizei eingesetzt, von einem Gerichtsvollzieher veräußert oder von Zoll oder Justiz meistbietend versteigert werden, berichtet die „Bild“-Zeitung.
Der 45-jährige Angeklagte ist kein unbeschriebenes Blatt: Er ist unter anderem wegen Steuerhinterziehung vorbestraft. Danach fiel er nur noch wegen Verkehrsdelikten auf. Dreimal wurde er schon beim Fahren ohne Führerschein erwischt. Zuletzt wurde er im April 2020 verurteilt, weil er mit 2,3 Promille auf einem Fahrrad unterwegs und beinahe mit einem Taxi kollidiert war.
RND/liz