Salihamidzic zum HSV? Ex-Bayern-Boss als Nachfolger von Boldt im Gespräch
Eine erneut enttäuschende Saison liegt hinter dem Hamburger SV. Dem Traditionsklub, der bis zu seinem Abstieg im Jahr 2018 der Bundesliga-Dino gewesen ist, verpasste auch im sechsten Anlauf den Aufstieg. Als Tabellenvierter gibt es für die Norddeutschen vor dem abschließenden 34. Spieltag keine Chance mehr auf den Relegationsrang in der 2. Liga. Den hatte der HSV sowohl 2022 als auch 2023 erreicht, scheiterte aber zunächst an Hertha BSC um Interimstrainer Felix Magath und dann am VfB Stuttgart, der sich nach einer sensationellen Saison nun für die Champions League qualifiziert hat.
Dort waren die Hamburger auch einst unterwegs. Doch das ist lange her. Sieben Trainer wurden seitdem mit der Aufgabe betraut, den Verein wieder in eine Erstliga-Zukunft zu führen. Im Frühjahr übernahm der ehemalige Kölner Coach Steffen Baumgart das Steuer von Tim Walter. Doch auch Trainer Nummer acht seit dem Absturz in Liga zwei konnte das ersehnte Ziel nicht erreichen. Baumgart soll aber den erneuten Versuch starten. Allerdings scheint der HSV auf einer anderen verantwortlichen Position über eine Neubesetzung nachzudenken: Sportvorstand Jonas Boldt, seit Mai 2019 im Amt, steht vor dem möglichen Aus.
Ein Jahr nach dem Abstieg übernahm Boldt von Ralf Becker in der Führungsetage der Hansestädter. Unumstritten war der 42-Jährige, der zuvor jahrelang als Manager bei Bayer Leverkusen unter Rudi Völler gearbeitet hatte, gerade nach den jüngsten Misserfolgen nicht mehr. Das Hamburger Abendblatt berichtet, dass der Aufsichtsrat des HSV zeitnah klären werde, ob es mit Boldt weitergeht oder nicht. Mit dieser Entscheidung sei demnach noch im Laufe dieser Woche oder am Anfang der kommenden zu rechnen.
Salihamidzic und Neppe als Duo zum HSV?
Einen Kandidaten gibt es aber bereits, wie das Abendblatt berichtet. Das deckt sich auch mit Sportbuzzer-Informationen. Hasan Salihamidzic, der von 1992 bis 1998 als Profi in Hamburg spielte und im Verein zuvor schon zwei Jahre im Nachwuchs aktiv gewesen ist, steht ganz oben auf der Wunschliste des Kontrollgremiums. Von 2017 bis 2020 arbeitete er als Sportdirektor des FC Bayern, ehe ihn die Münchner ab 2020 zum Vorstand beförderten. Am letzten Spieltag der Vorsaison wurde Salihamidzic gemeinsam mit Klub-Boss Oliver Kahn geschasst.
Seit seinem Aus als Sportvorstand des deutschen Rekordmeisters im Mai 2023 ist der gebürtige Bosnier ohne Job, um ihn wurde es ruhiger. Landet er nun also als Funktionär wieder bei den Norddeutschen? Erst wenn der HSV-Aufsichtsrat über die Zukunft von Boldt entschieden hat, soll es „tiefergehende Gespräche“ mit möglichen Nachfolgern geben, so das Abendblatt. Wie der Sportbuzzer erfuhr, soll neben Salihmaidzic auch Marco Neppe im Fokus sein, um als rechte Hand zu fungieren. Beide arbeiteten beim FC Bayern zusammen, dort musste auch Neppe als Technischer Direktor im April seinen Hut nehmen.