Hängende Köpfe bei Lok Leipzig nach dem 0:2 in Luckenwalde
Luckenwalde. Gegen den BFC Dynamo wurde das unermüdliche Anrennen der Lok-Elf vor knapp einer Woche mit dem 1:1-Ausgleich belohnt – dieser gelang den Regionalliga-Kickern aus Leipzig-Probstheida am Freitag nicht mehr. Erneut gerieten die Blau-Gelben beim FSV Luckenwalde in Rückstand, doch die verbleibende gut 69 Minuten reichten nicht zum Punktgewinn. Im Gegenteil: Luckenwalde erzielte in der Nachspielzeit sogar das 2:0.
Beim letzten Trip gen Werner-Seelenbinder-Stadion kassierte Lok eine 1:2-Niederlage. Gute fünf Monate sollte die Revanche gelingen – da machte der verzögerte Anpfiff um eine halbe Stunde den Kohl auch nicht fett. Der Leipziger Feierabend-Express stand mit den übrigen Normal-Sterblichen im Stau. Unfall auf der Autobahn, einige Fans kehrten entnervt um. Cheftrainer Almedin Civa gab vor der Partie zu Protokoll: „Wir haben den Crash schon vorher mitbekommen, sind deshalb eher losgefahren, aber es hat nicht gereicht.“ Dennoch war er fürs Match guter Dinge.
Kurioser Führungstreffer für Luckenwalde
Beide Teams haben einen ähnlichen Saisonverlauf zu verzeichnen, stehen punktgleich im Mittelfeld der Tabelle. Civas Gegenüber, Michael Braune, meinte: „Ich war mit der Intensität unter der Woche unzufrieden! Wir wollen schon immer so trainieren, wie wir auch spielen möchten.“ Ein Psycho-Kniff, der seine Wirkung nicht verfehlen sollte.
Eine minimal veränderte Lok-Elf (Zimmer ersetzte Ballo) war sich dem Ernst der Lage gewiss und kam als spielbestimmende Mannschaft aus dem Gatter – Dombrowa (15.) und Grym (19.) gaben erste Warnschüsse ab. Doch je mehr Zeit verstrich, desto stringenter wurden die Gastgeber, erzwangen mit hoher Aggressivität diverse Ballverluste - Nimm das, Trainer! In Minute 30 fiel der kuriose Führungstreffer, als Edgar Kaizer nach einer flach getretenen Ecke zur Hacken-Bogenlampe ansetzte und den völlig verdutzten Isa Dogan überwand. Später trafen sie noch von der Mittellinie, als Isa Dogan klären wollte.
Dabei hatten die Leipziger gar nicht so furchtbar viel falsch gemacht. Osman Atilgan dribbelte sich wund, Jannis Held zerfurchte die rechte Außenbahn, Luca Sirch gab erneut den neuzeitlichen Franz Beckenbauer, Piplica presste sich gegen die gegnerische Dreierkette einen Wolf. Es spielte am Ende fast nur noch Lok – vergebliche Liebesmüh. Die Krise (ein Punkt aus fünf Partien) geht in die Verlängerung.
Lok: Dogan – Held, Sirch, Schütt, Zimmer – Piplica (Ballo 89.), Abderrahmane(Arslan 67.) – Dombrowa, Grym (Weigel 46.), Atilgan – Ziane
LVZ