Bundesliga

„Pennen bei drei Standards“: Die Stimmen zu RB Leipzigs 1:4-Pleite in Freiburg

RB Leipzigs Coach Ole Werner war mit den Defensivverhalten seines Teams bei Standards überhaupt nicht einverstanden.

Freiburg. Ein wenig überzeugendes RB Leipzig stand artig Spalier und ermöglichte dem SC Freiburg eine Generalprobe nach Maß für das große Finale am Mittwoch gegen Aston Villa. Die Badener bezwangen RB Leipzig am 34. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 4:1 (2:1) und sicherten damit Platz sieben. RB Leipzig hatte den Einzug in die Königsklasse als Tabellendritter schon sicher. Mit einem Sieg hätten die Sachsen allerdings noch ihren clubinternen Bundesliga-Punkte-Rekord aus der Saison 2016/2017 überbieten können.

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Das sagten Spieler und Trainer nach dem Abpfiff:

Jochen Saier (Sport-Vorstand SC Freiburg): „Es ist großartig. Wir wollten es unbedingt aus eigener Kraft schaffen, auch um gut gerüstet in das große Finale zu gehen. Ich finde, die Mannschaft hat das großartig gemacht. Da muss man alle Hüte ziehen, die man hat. In der ersten Halbzeit war es etwa kompliziert manchmal, in der zweiten haben wir dann einfacher gespielt. Ich habe das Gefühl, wir sind bereit. Die Mannschaft arbeitet aktuell alles ab, in beide Richtungen. Es ist ein Schlüssel im Moment, fleißig zu bleiben, aufmerksam zu bleiben.“

Assan Ouedraogo (RB Leipzig): „Wir waren bei den Standards heute nicht so auf der Höhe. Es ist ein ungünstiger Zeitpunkt gleich nach der Halbzeit das Tor zu kassieren. Wir haben es trotzdem weiter versucht. Der Trainer hat jetzt im Kreis gesagt, dass es natürlich enttäuschend ist. Aber dass die Enttäuschung kurz sein wird. Das Wichtigste haben wir natürlich letzte Woche geschafft.“

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Matthias Ginter (SC Freiburg): „Wir wissen, dass der Fokus jetzt auf Mittwoch liegt, auf dem Finale. Es war wichtig, im Rhythmus zu bleiben. So ein Erlebnis hilft für das Selbstvertrauen. Siege helfen immer. Aber wir haben jetzt noch ein Spiel. Wir freuen uns auf die Stimmung in Istanbul. Wir wissen, dass wir nicht der Favorit sind Wir versuchen, dass zu schaffen, was uns vielleicht nicht jeder zutraut. Wenn alles gut läuft und Aston Villa nicht den perfekten Tag hat, ist es möglich.“

Ole Werner (Trainer RB Leipzig): „Es ist eine ärgerliche Niederlage, weil wir in einer Disziplin, die uns das ganze Jahr über ausgezeichnet hat, nämlich die defensiven Standards, heute nicht wach waren, und das war am Ende spielentscheidend. Wir haben drei Tore nach defensiven Standards kassiert. Das darf uns nicht passieren, sollte uns nicht passieren. Da hat uns sowohl Aufmerksamkeit als auch Schärfe gefehlt, oftmals beim zweiten Ball. Ja, auch etwas, was wir schon auch auf dem Zettel hatten.“

Willi Orban (RB Leipzig): „Nach dem Anschlusstreffer von Assan waren wir sehr gut drin im Spiel, haben uns in der Halbzeit viel vorgenommen. Dann kommen wir raus, kriegen direkt das dritte Gegentor nach einem Standard. Das war dann ein Nackenschlag zu viel heute. Wir müssen bereit sein für nächste Saison, Champions League, der höchste Wettbewerb in Europa. Wir können uns drauf freuen.“

Nicolas Höfler (SC Freiburg): „Es war total aufwühlend für mich. Es ist ein harter Schritt, dass die Karriere jetzt zu Ende geht. Ich habe versucht, es zu genießen. Als ich mit 15 gekommen bin, hatte ich kurz Heimweh. Aber ich habe mich so schnell so heimisch gefühlt. Ich habe es immer geliebt, hier zu spielen.“

Christoph Baumgartner (RB Leipzig): „Es tut halt weh, ich bin ehrlich, weil wir es ein Stück weit hergeschenkt haben. Wir haben drei Standardtore kassiert, wo wir das ganze Jahr über extrem stabil waren. Heute kriegen wir drei Stück, haben uns auch echt nicht gut angestellt. Und dann wird es halt hier extrem schwierig, dass du hier so viele Tore schießt, weil sie es wirklich gut und kompakt verteidigen. Und deshalb ist es schon enttäuschend heute. Wir waren schon Dritter, das war klar, aber trotzdem wollten wir das Spiel heute gewinnen.“

LVZ

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