Handball-Bundesliga

DHfK-Männer erwachen beim Bergischen HC zu spät – zwei Rote Karten und sechste Pleite in Folge

In einem hart geführten Bundesliga-Match voller Zeitstrafen wird der Leipziger Matej Klima in dieser Szene heftig attackiert. Der SC DHfK sieht zwei Rote Karten, der Bergische HC eine.

Düsseldorf/Leipzig. Verlieren verboten! Diese Botschaft hatte sogar der absolut unparteiische Sky-Reporter den DHfK-Handballern am Donnerstagabend mit auf den Weg gegeben. Denn die Grün-Weißen – beziehungsweise diesmal Weiß-Grünen – hatten noch nie zuvor sechs Partien in Folge in der Handball-Bundesliga verloren. Doch genau dieser Negativ-Rekord ist eingetreten. Denn die Leipziger zeigten auch beim Bergischen HC eine insgesamt schwache Vorstellung und unterlagen in Düsseldorf 28:32 (13:19).

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Die spärliche Kulisse in der 7500 Zuschauer fassenden Düsseldorfer Arena war für die Gäste keineswegs furchteinflößend. Dennoch gab es trotz der deutlichen Ansage von DHfK-Trainer Runar Sigtryggsson im Vorfeld nur wenig Anzeichen auf eine Steigerung bei den Sachsen. Die Mannschaft präsentierte sich in der Anfangsphase noch immer verunsichert. Fünf Niederlagen hintereinander hatte es nicht einmal im ersten Saisondrittel gegeben, als der Ex-Trainer André Haber an der Linie fast verzweifelte.

Seit sechs Wochen stecken die Sachsen nun schon in der Krise. Das Dilemma nahm mit der Verletzung des Topscorers Viggo Kristjánsson und dem damit verbundenen Saison-Aus des Isländers am 23. März in Erlangen seinen Anfang. Und der Bergische HC ist in den vergangenen eineinhalb Jahren ein Angstgegner für die Sachsen. Die Pleite am Donnerstag war bereits die vierte in Folge gegen die Westdeutschen – diese konnten die Gesamtbilanz gegen den SC DHfK mit ihrem siebten Sieg im 15. Duell ausgleichen.

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Einmal mehr präsentierte sich der SC DHfK in der Abwehr von Beginn an als zu passiv. Trotz mehrfacher Überzahl in der Anfangsphase lagen die Leipziger früh 1:5 und 4:8 in Rückstand. In den ersten gut 20 Minuten kassierten die Leipziger sage und schreibe 15 Gegentreffer. Beide Torhüter bekamen kaum einen Ball zu fassen. Durch die schwache Abwehrleistung fehlten die einfachen Tore nach Ballgewinnen. Von Außen kam nach 19 Minuten das erste Mal Torgefahr, als Lukas Binder zum 11:14 verkürzte. Auch vom Kreis ging nicht viel.

DHfK Leipzig holt fünf Strafwürfe

Das Beste am ersten Durchgang aus DHfK-Sicht: Die Leipziger holten immerhin fünf Strafwürfe heraus, von denen Sime Ivic jedoch zwei vergab. Und der Pausenrückstand hätte nach dem 11:19 (28.) sogar höher als sechs Tore ausfallen können, wenn der BHC seine letzten beiden Top-Chancen genutzt hätte. Runar Sigtryggsson platzte relativ spät der Kragen. In seiner zweiten Auszeit nach 27 Minuten wurde der DHfK-Coach laut und sagte: „Das ist zu passiv! Geht ran an den ballführenden Spieler!“ Seine Spieler strahlten diese Emotionalität nicht aus.

Auch der zweite Durchgang begann für die Gäste ernüchternd, als Kapitän Simon Ernst in der 32. Minute nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah. Zwar packten die Leipziger nun energischer zu und wirkten endlich aggressiver, doch der Sechs-Tore-Rückstand wollte zunächst nicht schmelzen. Nach 40 Minuten musste mit dem fünffachen Torschützen Matej Klima auch noch der beste DHfK-Werfer mit Rot von der Platte. Doch der Kampfgeist der Gäste erwachte, mit drei Treffern in Folge kamen sie auf 23:25 heran.

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Einen Hoffnungsschimmer auf Besserung gibt es indes: Am Sonntag (16.05 Uhr) kommt der Tabellenvorletzte in die Arena Leipzig. Aber Vorsicht: Der TSV GWD Minden hat aus den letzten sechs Spielen immerhin fünf Punkte geholt – fünf mehr als die Leipziger.

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DHfK-Tore: Witzke 6, Klima 5, Krzikalla 4/2, Sunnefeldt 4, Ivic 3/2, Heitkamp 2, Gebala 1, Binder 1. Matthes 1, Wiesmach 1.

LVZ

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