Niederlage gegen Leverkusen

Undav nach Pokal-Aus schwer enttäuscht – Hoeneß „angefressen“

Deniz Undav hadert mit der Niederlage gegen den VfB Stuttgart.

Durch den Gegentreffer von Jonathan Tah kurz vor Schluss war der Traum vom DFB-Pokal-Titel für den VfB Stuttgart ausgeträumt. Mit 2:3 haben die Schwaben gegen Bundesliga-Tabellenführer Bayer Leverkusen verloren. Nach Abpfiff haderten die VfB-Profis um Deniz Undav, für den „die beiden besten Mannschaften der Liga“ gegeneinander gespielt haben, mit der knappen Niederlage. „Wenn du zweimal in Leverkusen führst, musst du das Ding nach Hause bringen“, erklärte Stuttgarts Torjäger am ARD-Mikrofon.

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„Jeder wusste was auf dem Spiel steht und wir haben den Kürzeren gezogen“, so Undav, der anschließend analysierte: „Leverkusen war in gewissen Momenten immer einen Schritt voraus, wir waren einen Schritt zu spät. Wir haben gekämpft, gekämpft, gekämpft und leider haben wir nicht gewonnen.“

Dabei ging alles so gut los: Waldemar Anton (11.) hatte die Gäste früh in Führung gebracht. Kurz nach Wiederanpfiff kam die „Werkself“ durch Robert Andrich (50.) zum Ausgleich, Chris Führich (58.) gelang wenig später die erneute Stuttgarter Führung. Der kurz zuvor eingewechselte Amine Adli (66.) sowie Tah drehten die Partie letztlich zugunsten der Hausherren.

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Das bittere Pokal-Aus tue „natürlich weh, wir haben gehofft, nach Berlin zu fahren“, gestand DFB-Kandidat Undav. Doch aus dem Konzept bringen lässt sich der VfB dennoch nicht. „Jetzt ist der volle Fokus auf die Bundesliga, um da so erfolgreich wie möglich weiterzumachen.“ Auch bei Waldemar Anton überwog so kurz nach Spielende die Enttäuschung. „Ich glaube, wir hatten das Spiel gut im Griff. Ist natürlich sehr, sehr ärgerlich und enttäuschend, dass wir so ein Tor in der letzten Minute bekommen.“

Wenn man ein bisschen im Fußball drin ist, dann kann man da Gnade walten lassen.

Robert Andrich über eine mögliche Gelb-Rote Karte

Man hätte das Spiel „schon früher zumachen müssen“, erklärte Anton bei Sky. „Wir haben die Leverkusener im Spiel gehalten - das müssen wir uns ankreiden lassen.“ Besonders eine Szene sorgte aufseiten des drittplatzierten der Bundesliga für Aufregung. Der bereits mit einer Gelben Karte vorbelastete Andrich trat Enzo Millot in der 36. Minute auf den Fuß – für Stuttgart-Trainer Sebastian Hoeneß, der die TV-Bilder nach Abpfiff bei Sky gezeigt bekam, hätte Andrich mit Gelb-Rot vom Platz fliegen müssen. So gab der Coach zu, nach dem Pokal-Aus „nicht nur enttäuscht, sondern angefressen“ zu sein.

Andrich hingegen sah die Situation anders. „Wenn man sich drei, vier Wiederholungen anguckt, dann sieht man, dass ich eklig auf dem Fuß stehe, aber wenn man ein bisschen im Fußball drin ist, dann kann man da Gnade walten lassen.“ Letztlich gestand der Nationalspieler, der nach der dem nicht erteilten Platzverweis per sehenswertem Schlenzer für Bayer ausgeglichen hatte: „Vielleicht war es ein bisschen Glück.“

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