Prominenz macht Sojka im Wahlkampf Mut
Altenburg. Die Linke startet mit Michaele Sojka in den Wahlkampf um den Landratsposten. Die Genossen kürten die Amtsinhaberin am Sonnabend auf einer Mitgliederversammlung im Parkhotel. Die Landrätin war die einzige Bewerberin und erhielt in geheimer Wahl 47 Ja-Stimmen der anwesenden 49 Parteimitglieder. Zwei enthielten sich der Stimme.
Dabei konnte der Kreisverband sogar Parteiprominenz begrüßen. So kam der Chef der Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, ebenso wie die Landesgeschäftsführerin Anke Hofmann-Domke. Und beide sparten vor dem anstehenden schweren Wahlkampf – neben Sojka bewerben sich drei weitere Kandidaten um das Landratsamt – nicht mit aufmunternden Worten. „Im Vergleich zur Berliner Politik steht das Altenburger Land für eine Politik der Stabilität“, meinte Bartsch.
In ihrer Rede ließ Sojka all jene Themen Revue passieren, die nach ihrer Meinung in den sechs Jahren ihrer Amtszeit gelöst oder angegangen wurden. Dazu zählen beispielsweise Investitionen an Schulen. „Ich erinnere da nur an den Turnhallenneubau in Langenleuba-Niederhain sowie den Erweiterungsbau am Schmöllner Gymnasium.“ Man habe es geschafft, den Flugplatz wieder auf einen wirtschaftlichen Kurs zu bringen. Zudem verteidigte sie ihr Agieren beim Thema Flüchtlinge.
„Vieles ist aber noch nicht abgeschlossen, woran ich mitwirken möchte. Zugleich nannte sie Projekte, die nach der Wahl angegangen werden müssen. Dazu zähle der Ausbau des Internet-Breitbands, ein Straßenzustandsbericht und möglicherweise eine Erweiterung der Kohlebahntrasse bis zum Haselbacher See. Eine klare Absage erteilte Sojka allen Bemühungen, kommunale Unternehmungen wie das Klinikum oder Pflegeheime zu privatisieren, um daraus finanzielle Erlöse zu erzielen. „Mit mir wird es so was nicht geben“, so Sojka unter dem Beifall der Anwesenden.
„Ich habe meine Arbeit in den zurückliegenden sechs Jahren jeweils 360 Tage sehr gern gemacht. Vor allem weil ich dabei auch ein engagiertes Team hinter mir weiß“, sagte sie.
Dann wurden die knallroten T-Shirts ausgepackt und angezogen, auf denen der Slogan der kommenden Wochen geschrieben stand: „Wir werden Landrätin“ ist darauf zu lesen, wobei das „werden“ durchgestrichen ist und durch ein „bleiben“ ersetzt wird.
Von Jörg Wolf
LVZ