Rapperin Katja Krasavice äußert sich nach Hausdurchsuchung in Leipzig
Leipzig/Berlin. Ein Tiktok-Video hat für Rapperin Katja Krasavice ein juristisches Nachspiel mit Polizeibesuch. Die Berliner Staatsanwaltschaft veranlasste Hausdurchsuchungen in ihrer Berliner Wohnung sowie der Wohnung ihrer Mutter in Leipzig. Hintergrund sind Ermittlungen der Behörde wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung, wie Sprecher Sebastian Büchner auf Anfrage mitteilte.
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Zur vollständigen AnsichtDie Rapperin bestätigte die beiden Durchsuchungen am Sonntagabend in einem längeren Video auf Tiktok. Die Polizei habe morgens um 6.00 Uhr bei ihr geklingelt, sie habe die Beamten aber nicht reingelassen, weil sie ihr den Durchsuchungsbeschluss nicht deutlich gezeigt hätten. Die Polizisten hätten dann die Tür eingebrochen. In der Wohnung befanden sich zu dem Zeitpunkt der Rapperin zufolge auch ihr Bruder, ihre Nichte und ihr Neffe. Der Durchsuchungsbeschluss wurde nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft vom Amtsgericht Tiergarten in der Hauptstadt erlassen.
Katja Krasavice: Razzia in Leipzig bei ihrer Mutter
Gleichzeitig habe es auch in Leipzig eine Razzia bei ihrer über 60 Jahre alten Mutter gegeben, die ganz alleine in der Wohnung war, so Krasavice weiter. Von ihrem alten Wohnsitz zeigt sich die Rapperin enttäuscht und verärgert. „Was erwartet man von Leipzig?“, fragt sie bezugnehmend auf die Ermittlungen der Polizei und Veröffentlichungen darüber in der Presse. „Diese Stadt kommt nicht damit klar, dass ich es rausgeschafft habe“.
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Zur vollständigen AnsichtHintergrund der Ermittlungen ist ein Video der Rapperin bei Tiktok. Dort berichtet sie über eine Alkoholfahrt von sich in Leipzig im Mai 2025 und der Kontrolle, in die sie geraten ist.
Leipziger Staatsanwaltschaft ermittelt weiter wegen Alkoholfahrt
Dabei spielt sie eine Sprachnachricht ab, in der ein Mann behauptet, bei der Polizeikontrolle dabeigewesen zu sein. Er suggeriert, Polizist zu sein – und äußert, sich privat mit der Rapperin treffen zu wollen.
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Zur vollständigen AnsichtNach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft gehen die Ermittler jedoch inzwischen davon aus, dass die Geschichte erfunden ist. Im Visier der Behörde steht auch ein Mann aus dem brandenburgischen Oranienburg, der im Verdacht steht, die WhatsApp-Nachricht verschickt zu haben. Bei ihm gab es ebenfalls am Donnerstag eine Hausdurchsuchung, wie Sprecher Büchner sagte.
Weil das Video nach den Ermittlungen im Berliner Raum entstanden sein dürfte, wird dieser Fall von der Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt verfolgt. Die Leipziger Staatsanwaltschaft ermittelt unterdessen weiter wegen der Alkoholfahrt.
LVZ