Sportcampus

Mensa will Flüchtlinge in der Grube-Halle auch im Semester versorgen

Mensa am Sportcampus Leipzig: Dort wird für die Flüchtlinge in der Grube-Halle gekocht.

Leipzig. Mit großem Einsatz versorgt das Studentenwerk Leipzig die derzeit mehr als 100 Flüchtlinge in der Grube-Halle. Dreimal täglich werde das Essen für die Männer, Frauen und Kinder ausgeliefert. Dabei achten die Köche auch darauf, dass die Nahrungsmittel auch unter religiösen Gesichtspunkten passe, so die Landesdirektion auf Anfrage von LVZ.de.

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In der Ernst-Grube-Halle auf dem Uni-Campus an der Jahnallee sind vor allem Menschen aus dem Irak, aus Syrien und Pakistan untergebracht. Schweinefleisch etwa ist mit den Regeln muslimischen Glaubens nicht vereinbar. „Durch die internationale Studentenschaft sind die Betreiber mit solchen Dingen bestens vertraut“, so Jana Klein, Sprecherin der Landesdirektion. Medienberichte, nach denen am ersten Tag Schweinefleisch ausgegeben worden sei, habe der Betreiber zurückgewiesen.

Klein ist vom Engagement des Mensa-Teams um die Leiterin Susan Hilbert begeistert: "Die helfen wirklich gerne und bringen sich sehr ein", sagte sie. Noch muss die Mensa am Elsterbecken aber nicht gleichzeitig den üblichen Ansturm an Studenten verkraften.  Bis zum 11. Oktober dauert die vorlesungsfreie Zeit und viele Campus-Angehörige sind noch im Urlaub. Dazu kommt, dass auch die Zahl der zu versorgenden Flüchtlinge steigen wird. Vermutlich bis zur Mitte der Woche sollen die mehr als 400 Betten belegt sein.

Die Betreiber der Sportcampus-Mensa seien aber sicher, auch mehr Flüchtlinge versorgen zu können. Auf Sicht sei das auch „unter den Bedingungen des normalen Hochschulbetriebs“ möglich, so Klein weiter. Voraussichtlich müsste dafür dann Personal aufgestockt werden.

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Ob das wirklich nötig sein wird, ist noch offen: "Es ist nicht unser Ziel, diese Sporthalle dauerhaft zu nutzen", hatte sich Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) gegenüber LVZ.de geäußert. Da niemand wisse, wie sich die Flüchtlingszahlen entwickeln, könne aber auch niemand etwas Endgültiges dazu sagen. Als Betreiber der provisorischen Unterkunft konnten kurzfristig die Johanniter gewonnen werden. Mit zahlreichen Spenden und ehrenamtlichen Einsätzen versuchen auch viele Leipziger, die Situation für die Flüchtlinge zu erleichtern.

lyn

LVZ

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