Forderungen durch Grönland-Streit

Außenbeauftragte Kallas warnt: Europäische Armee wäre „extrem gefährlich“

Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Store und EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas trafen sich am Montag in Oslo.

Brüssel. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Forderungen nach dem Aufbau einer gesamteuropäischen Armee zurückgewiesen. „Diejenigen, die sagen, dass wir eine europäische Armee brauchen, haben das vielleicht nicht wirklich praktisch durchdacht“, sagte Kallas am Montag auf einer Sicherheitskonferenz in Norwegen. „Wenn man bereits Teil der Nato ist, kann man keine separate Armee aufstellen.“

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Kallas führte weiter aus, dass das wichtigste militärische Kapital in einer Krise die Befehlskette sei. „Und wenn man eine europäische Armee hat und dann noch die Nato, dann fällt der Ball einfach zwischen die Stühle. Und das ist extrem, extrem gefährlich.“

Europäische Armee als Reaktion auf Grönland-Streit

Forderungen nach einer eigenen europäischen Armee waren im Zuge des Streits um Grönland aufgekommen, der für viele europäische Beobachter das Bekenntnis der USA zur transatlantischen Partnerschaft im Rahmen der Nato in Frage stellte.

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Auch der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre erteilte Forderungen nach einer europäischen Armee eine Absage und erklärte, dass „dies kein Weg ist, den wir einschlagen sollten“. Die Nato sei Teil des Entscheidungsprozesses unter den Verbündeten und sei „darauf trainiert, zu funktionieren“. Norwegen ist kein Mitglied der EU, gehört der Nato aber seit ihrer Gründung an.

RND/AP

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