Finnischer Präsident war offenbar Vermittler bei Nawalny-Transport nach Berlin

Finnlands Präsident Sauli Niinistö.

Helsinki. Vor dem Spezialflug des Kremlkritikers Alexej Nawalny nach Berlin hat Finnlands Präsident Sauli Niinistö möglicherweise eine vermittelnde Rolle gespielt. Er habe zunächst mit Kanzlerin Angela Merkel über Nawalny gesprochen und sei mit ihr übereingekommen, dass er die Sache in einem weiteren Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erörtern solle, sagte Niinistö am Samstag dem finnischen Rundfunksender Yle.

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Er habe Putin in dem Gespräch gefragt, ob Nawalny zur Behandlung nach Deutschland gebracht werden könne, worauf Putin geantwortet habe, dass es dafür keine politischen Hindernisse gebe. Es sei sehr gut, dass Nawalny nun dort sei.

Wie groß die Bedeutung des Gesprächs dafür war, dass Nawalny in die Berliner Charité gebracht wurde, das wollte Niinistö jedoch nicht sagen. Sein Büro teilte lediglich mit, der Präsident und Putin hätten am Freitag über die Situation in Belarus sowie “den Fall Alexej Nawalny und die Frage nach seiner Gesundheitsversorgung” gesprochen.

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Der prominente Putin-Kritiker Nawalny war am Samstagvormittag nach einer möglichen Vergiftung per Spezialflug aus Sibirien zur Behandlung in die Universitätsklinik Charité gebracht worden. Dort wollen die Ärzte neue Tests machen und den Gesundheitszustand des 44-Jährigen genau untersuchen. Nawalnys Team geht davon aus, dass der Oppositionelle während einer Reise durch Sibirien vergiftet wurde. Aus Sicht der russischen Ärzte gibt es dafür jedoch keinen Beleg.

RND/dpa

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