130 Beteiligte proben Notfall im Leipziger Citytunnel
Leipzig. Um etwa 22.30 Uhr gehen bei der Leipziger Polizei am Sonntagabend gleich mehrere Notrufe ein. Ein Mann soll Personen in einer S-Bahn im Leipziger Citytunnel mit einem Messer angegriffen und teils schwer verletzt haben. Auch Feuerwehr und Rettungsdienst werden über die Situation am Bayerischen Bahnhof alarmiert und rücken mit Blaulicht und Martinshorn aus.
Großeinsatz am Bayerischen Bahnhof: 130 Personen beteiligt
Tatsächlich handelt es sich bei dem Notruf aber nicht um einen Ernstfall, sondern um eine Übung. „Das findet alle drei Jahre statt“, erklärt Matthias Hasberg, ein Sprecher der Stadt Leipzig. Die Übungen seien eine Voraussetzung für die Nutzung des Citytunnels. Das Szenario variiere von Übung zu Übung.
Etwa 130 Menschen waren bei der Übung am Bayerischen Bahnhof beteiligt. Neben den Rettungskräften auch zahlreiche Komparsinnen und Komparsen. Getestet wurden unter anderem die Erstversorgung, die Brandbekämpfung, die Wasserentnahme im Tunnel und das Eindringen in das Schienenfahrzeug.
Fokus auf behördlicher Kommunikation
„Dabei ging es nicht um Schnelligkeit”, so Hasberg. Im Fokus der Übung stand die Kommunikation zwischen Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften. Die Koordination des Ganzen liegt während der Ausnahmesituation bei der Polizei, sagt Hasberg. „Die Rettungskräfte müssen auf das ‚Go‘ der Beamten warten."
Die Polizei Leipzig zeigte sich auf Rückfrage zufrieden mit dem Ergebnis. „Insgesamt war das eine gute Zusammenarbeit der Behörden“, sagt eine Polizeisprecherin. Dennoch seien gewisse Probleme zutage getreten, die aber aus einsatztaktischen Gründen nicht näher geschildert werden könnten.
LVZ