Kämpfe um Berg-Karabach: Armenien bereit für Waffenruhe-Gespräche

Ein Haus mit Schusslöchern in Martuni in Armenien: Armenien und Aserbaidschan führen einen bewaffneten Konflikt um die Region Berg Karabach.

Eriwan. Nach tagelangen Gefechten um die Separatistenregion Berg-Karabach hat sich Armenien zu Gesprächen über eine Waffenruhe bereit gezeigt. Armenien sei weiter an einer friedlichen Lösung des Konflikts gelegen, teilte das Außenministerium in Eriwan am Freitag mit.

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Am Vortag hatten Russland, Frankreich und die USA in einer gemeinsamen Erklärung die Konfliktparteien Armenien und Aserbaidschan zu einem sofortigen Ende der Kämpfe und zu einer Wiederaufnahme von stichhaltigen Verhandlungen aufgerufen.

Moskau, Paris und Washington stehen der Minsk-Gruppe vor, die 1992 von der Organisation für Sicherheit und Kooperation in Europa für eine Vermittlung in dem jahrzehntelangen Konflikt um Berg-Karabach geschaffen wurde.

Abkommen von 1994/95 wiederbeleben

In den Jahren 1994 und 1995 war bereits eine Feuerpause vereinbart worden. Armenien sei bereit zu Gesprächen mit der OSZE-Minsk-Gruppe, um das damalige Abkommen wiederzubeleben, teilte das Außenministerium weiter mit.

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Am Freitag gingen die blutigen Gefechte indes weiter. Armenische Militärs meldeten aserbaidschanische Angriffe auf Stepanakert, die Hauptstadt von Berg-Karabach. Aserbaidschans Verteidigungsministerium warf wiederum armenischen Truppen ein Bombardement der Region Agdam vor.

Mindestens 150 Tote

Die Kämpfe in Berg-Karabach brachen am vergangenen Sonntag aus. Nach Behördenangaben aus der Region wurden seitdem 150 eigene Soldaten getötet, Aserbaidschan machte bislang keine Angaben zu militärischen Verlusten, sprach aber von 19 zivilen Todesopfern und 55 Verletzten.

Das überwiegend von Gebirgen geprägte Berg-Karabach ist knapp doppelt so groß wie das Saarland. Es liegt völkerrechtlich im islamisch geprägten Aserbaidschan, wird aber seit dem Ende eines Separatistenkrieges im Jahr 1994 von ethnisch armenischen Truppen mit Unterstützung der Regierung in Eriwan kontrolliert.

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RND/AP

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